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Bayerische Geschichte(n), 4/2019: Bomben auf Augsburg

Liebe Leserin, lieber Leser, es war die Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1944, als der Bombenkrieg auf Augsburg seinen schmerzlichen Höhepunkt fand. In nur wenigen Stunden stürzten rund 1.200 Tonnen Metall, Sprengstoff und Brandmittel auf die Stadt. Während sich in den Luftschutzkellern Frauen, Kinder und ältere Leute in Todesangst aneinanderdrückten, fraßen sich die …

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Bayerische Geschichte(n), 3/2019: 56 Jahre Warten auf Gerechtigkeit

Liebe Leserin, lieber Leser, während andere Nazi-Verbrecher sofort nach Kriegsende von den Siegermächten zur Rechenschaft gezogen wurden, kam Anton Malloth jahrzehntelang unbehelligt davon. Versäumnisse der deutschen, tschechischen und italienischen Behörden sowie mehrfache Wechsel von Wohnort und Staatszugehörigkeit führten dazu, dass der ehemalige SS-Wachmann des Gestapo-Gefängnisses „Kleine Festung“ in Theresienstadt erst 2001, im Alter von 90 …

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Bayerische Geschichte(n), 2/2019: Von Steinkäuzen, Totenuhren und Nachzehrern

Liebe Leserin, lieber Leser, nach dem schrecklichen 14. Jahrhundert, in dem Epidemien und Hungersnöte die bayerischen Lande versehrt hatten, brachte es der Durchschnittsbayer nur auf eine Lebenserwartung von knapp 35 Jahren. Da war es gut, dass man auf ein scheinbar ausgeklügeltes Frühwarnsystem zurückgreifen konnte, das vor allem aus Naturphänomenen bestand, die man nur richtig deuten …

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Bayerische Geschichte(n), 1/2019: Wo Bäume singen und Holzfräulein zaubern

Liebe Leserin, lieber Leser, der Wald ist ein Sehnsuchtsort – heute mehr denn je. Die konzentrierte Stille unter dem Dach alter Bäume lässt unsere Gedanken frei und unseren Atem ruhig werden. Ob wir bei einem Spaziergang im lichtdunklen Forst immer noch dem ein oder anderen Waldgeist begegnen, ohne es zu merken? Für die Menschen früherer …

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Bayerische Geschichte(n), 25/2018: Im Zwergerlhäuschen unter der großen Buche …

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn der Wichtl und der Burzl morgens aus der Tür ihres Zwergerlhäuschens unter der großen Buche lugen und kurz darauf hüpfend und pfeifend durch das Unterholz streifen, sollte man sich als Waldbewohner in Acht nehmen. Doch egal, was die beiden Zwergerl wieder anstellen, wenn sie wirklich mal über die Stränge schlagen, …

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Bayerische Geschichte(n), 24/2018: Historische Bräuche der Bayern

Liebe Leserin, lieber Leser, das bayerische Lebensgefühl wird seit Jahrhunderten von Kirchweih und Erntedank geprägt, von Pferdeumritten und Kräuterweihen, Maiandachten, Wetterläuten und Johannisfeuern. Viele dieser Bräuche und Feste werden noch gepflegt oder gerade wiederentdeckt, andere dagegen drohen, in Vergessenheit zu geraten. Karl Baum hat sie gesammelt und damit ein lebendiges, kompaktes und persönliches Buch gefüllt. …

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Bayerische Geschichte(n), 23/2018: Emil Kneiß – ein Künstler am Puls der Zeit

Liebe Leserin, lieber Leser, zu seinen Lebzeiten machte sich der Künstler Emil Kneiß vor allem mit dekorativer Malerei für Innenräume und Außenfassaden von Gaststätten, Schaubuden und Velodromen einen Namen. Eines seiner bekanntesten Werke ist mit Sicherheit die „Kellnerinnenparade“, die noch heute den Turm des „Winzerer Fähndls“ auf dem Münchner Oktoberfest ziert. Dabei galt sein eigentliches …

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Bayerische Geschichte(n), 22/2018: Es wimmelt in Bayern!

Liebe Leserin, lieber Leser, kaum zu glauben, was in Bayern alles los ist: In Nürnberg geht’s beim Fischerstechen hoch her, in Regensburg wachsen die Patriziertürme in den Himmel und auf dem Münchner Viktualienmarkt wird ein Dackel-Wettrennen veranstaltet. Wilde Spessarträuber treiben rund um Schloss Mespelbrunn ihr Unwesen, in Würzburg ist Weinlese und auf der Zugspitze vergnügt …

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Bayerische Geschichte(n), 21/2018: Bauen und Sanieren im Einklang mit der Natur

Liebe Leserin, lieber Leser, in unserer bebauten Umwelt kommt es ständig zu Veränderungen, die uns vielleicht oft als zu vielfältig und unvereinbar erscheinen. Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler liegt es besonders am Herzen, Bauwesen, Heimatpflege und Ökologie zueinander zu führen. Denn wie sich Bauten in ihre Umgebung einpassen, ist nicht allein Sache des persönlichen Geschmacks, sondern eine …

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Bayerische Geschichte(n), 20/2018: Kleider machen Leute – die Trachtenvielfalt Oberfrankens

Liebe Leserin, lieber Leser,   im frühen 19. Jahrhundert hatte Kleidung auf dem Land noch einen ganz besonderen Stellenwert, war diese zur damaligen Zeit doch viel teurer als heute. So mussten die Kinder einfacher Leute die abgeänderten und geflickten Anziehsachen ihrer Eltern und Geschwister auftragen und erhielten meist erst zur Erstkommunion oder zur Konfirmation bessere …

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Bayerische Geschichte(n), 19/2018: Von Buddha und anderen Heiligen – Huber erzählt aus 12.000 Jahren Weihnachten

Liebe Leserin, lieber Leser, die religiösen Ideen der Welt waren immer schon miteinander verwoben und kaum etwas hält sich so hartnäckig wie eine Tradition, die den Menschen schlicht hervorragend gefällt, ganz egal mit welchem Glauben sie verknüpft ist. Wer zum Beispiel meint, der Turbokonsum der Adventszeit wäre ein rein moderner Auswuchs, der irrt: Das Schenken, …

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Bayerische Geschichte(n), 18/2018: Moderne zwischen Kirchturm und Bauernhaus

Liebe Leserin, lieber Leser, zu dem für die Region Miesbach typischen Bautypus, dem Einfirsthof mit flach geneigtem Satteldach, haben sich in den letzten Jahren Baustile gesellt, die traditionelle Bauweisen modern interpretieren. Ein Beispiel dafür sind die „Lufthütten“ in Bayrischzell. Die Häuschen stehen abseits vom Hauptgebäude, dem Naturhotel Tannerhof, auf einem Berghang und sind so schlicht …

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Bayerische Geschichte(n), 17/2018: Freimann – Münchens unentbehrlicher Stadtteil

Liebe Leserin, lieber Leser, maßgeblich prägend für den relativ jungen Stadtteil Freimann war das 1917 errichtete Rüstungswerk der Firma Krupp, das nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags von 1919 freilich wieder demontiert werden musste. Doch die neuen Werkhallen mit der entsprechenden Infrastruktur waren vorhanden und der Weg Freimanns zum Industriestandort unumkehrbar. 1925 erwarb die Reichsbahn …

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Bayerische Geschichte(n), 16/2018: Die vielen Gesichter des Viktualienmarkts

Liebe Leserin, lieber Leser, „der Viktualienmarkt ist einfach der schönste Arbeitsplatz der Welt!“ – jeder Standlbesitzer würde diese Aussage wohl unterstreichen. Und das, obwohl die Menschen, die hier tagein, tagaus, bei Sonne und bei Regen ihre Produkte an den Mann bringen, ganz verschieden sind. Sie alle eint die Leidenschaft für ihre Produkte, die Freude am …

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Bayerische Geschichte(n), 15/2018: Zuhause bei den Wittelsbachern

Liebe Leserin, lieber Leser, beinahe 113 Jahre lang wurde Bayern von Königen – und einem Prinzregenten – aus dem Herrscherhaus Wittelsbach regiert. Doch kaum einer hat die Residenzstadt München so sehr geprägt wie Ludwig I. „Ich will aus München eine Stadt machen, die Teutschland so zur Ehre gereichen soll, dass keiner Teutschland kennt, wenn er …

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Bayerische Geschichte(n), 14/2018: Auf Münchens dunkler Seite…

Liebe Leserin, lieber Leser, „zurückgepfiffen, weil der Staatsschutz übernimmt. Geht’s noch?“ – Kommissarin Andrea Mangfall von der Münchner Kripo versteht die Welt nicht mehr: Im Stadtteil Neuperlach wurden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Männer an genau der gleichen Stelle vom selben weißen Auto überfahren. Kein Zufall, so viel ist klar. Aber gerade als sie und …

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Bayerische Geschichte(n), 13/2018: Der sagenumwobene Joseph Leoni

Liebe Leserin, lieber Leser, Leoni am Starnberger See ist heute als Ortsteil der Gemeinde Berg bekannt. Doch einst, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stand der Name für einen Treffpunkt der Münchner Künstlerprominenz, die im Gasthaus des ehemaligen Hofsängers Joseph Leoni – gebürtiger Guiseppe aus Palermo –, ausgelassene Feste feierte. Friedrich Bruckbräu, Schriftsteller und …

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Bayerische Geschichte(n), 12/2018: Die Turmschreiber feiern Geburtstag

Liebe Leserin, lieber Leser, seit 1959 existiert die Schriftstellervereinigung „Münchner Turmschreiber“ – eine kleine Sensation im deutschsprachigen Literaturbetrieb. Gegründet wurde die Gesellschaft im legendären Turmstüberl des linken Turms des Isartors, wovon sich Name und Logo ableiten. Lange Zeit blieben die Mitglieder noch unter sich, erfreuten sich nur gegenseitig oder – auf seltenen Veranstaltungen – ein …

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Bayerische Geschichte(n), 11/2018: Liebe, List und Zauberei

Liebe Leserin, lieber Leser, in den Texten des Märchensammlers Franz Xaver von Schönwerth zum Thema Liebe, Verführung, Herzschmerz und Versöhnung sind es oft die weiblichen Figuren, mutige Heldinnen und clevere Kämpferinnen, die groß rauskommen: Sie beweisen Treue und Tugend, verrichten im Bettelgewand niedere Arbeit oder geben ihr letztes Hab und Gut, um einen geliebten Menschen …

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Bayerische Geschichte(n), 10/2018: Heimat – Heimweh

Liebe Leserin, lieber Leser, Karten fungieren nicht nur als Wegweiser oder Orientierungshilfe für Suchende, sondern können auch der Politik als Mittel zur Inszenierung staatlicher Größe dienen. Ein besonderes Exemplar einer solchen politischen Karte ist unter der Bezeichnung „Europa Regina“ bekannt. Johannes Putsch, seinerzeit „PR-Berater“ am Hofe des böhmischen Königs Ferdinand I., bemühte sich das Ansehen …

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Bayerische Geschichte(n), 9/2018: Die Gräfin und der Krieg

Liebe Leserin, lieber Leser, im November 1914 kehrt die Schriftstellerin Franziska zu Reventlow, nach wie vor die Ikone der Schwabinger Boheme, nach München zurück und ist fassungslos: Die einst so freie, kosmopolitische Stadt ist nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ganz vom preußischen Militarismus durchdrungen. Uniformen bestimmen das Straßenbild, ein seltsamer Hurra-Patriotismus vernebelt den Menschen …

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Bayerische Geschichte(n), 8/2018: Himmel Landshut – Tausend Landshut

Liebe Leserin, lieber Leser, rot und weiß prangt die beeindruckende Fassade des Pappenberger-Hauses in der Landshuter Innenstadt. 1405 als städtisches Amtshaus erbaut, wechselte es mehrmals den Besitzer: Die Grafen von Portia erfreuten sich ebenso wie der frühere Bischof von Regensburg Johann Michael Sailer an den maßwerksgeschmückten Spitzbogenöffnungen und den abgestuften Türmchen am Giebel; die jetzige …

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Bayerische Geschichte(n), 7/2018: Vom Zauber des Verfalls

Liebe Leserin, lieber Leser, wer mit offenen Augen übers Land fährt, kann sie in vielen bayerischen Ortschaften finden: verlassene historische Bauten. Ob ehemalige Bauernhöfe, Wirtschaftsgebäude, Bürger- oder Handwerkshäuser – ihr endgültiges Verschwinden ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Architektin und Zeichnerin Stefania Peter hat 35 dieser Bauwerke für ihr Projekt „Das öde Haus“ …

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Bayerische Geschichte(n), 6/2018: Die Frau zwischen Tradition und Moderne

Liebe Leserin, lieber Leser, ob es Münchens „freie Luft“ war, die Eva Gräfin von Baudissin einst in die bayerische Metropole lockte? Künstler, Literaten und Querdenker lebten und arbeiteten seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bevorzugt in München und genossen die ungezwungene Atmosphäre der Stadt, deren Gesellschaft auch alternativen Lebensentwürfen kaum mit Vorurteilen begegnete. Baudissin entstammte …

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Bayerische Geschichte(n), 5/2018: Münchens vergessener Architekt

Liebe Leserin, lieber Leser, die Architektur der Münchner Prinzregentenzeit war geprägt von der „deutschen Neurenaissance“, einer Form des späten Historismus, die man heute noch an Bauten wie der Kunstakademie in München bewundern kann. Einer der Vertreter dieser Strömung und zu seiner Zeit einer der begehrtesten Architekten des Landes war Max Ostenrieder, der heute zwar in …

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Bayerische Geschichte(n), 4/2018: Teach-Ins, Happenings und blutige Ostern

Liebe Leserin, lieber Leser, vor 50 Jahren war München in Bewegung, ja sogar in Aufruhr! 1968 marschierten Studenten auf den Straßen der Landeshauptstadt, um ihren Forderungen nach Veränderungen in Politik und Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Mit provokanten Sprüchen wie „Haut den Huber in den Zuber!“ – gerichtet gegen den bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Huber – …

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