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Bayerische Geschichte(n), 11/2018: Liebe, List und Zauberei

Liebe Leserin, lieber Leser, in den Texten des Märchensammlers Franz Xaver von Schönwerth zum Thema Liebe, Verführung, Herzschmerz und Versöhnung sind es oft die weiblichen Figuren, mutige Heldinnen und clevere Kämpferinnen, die groß rauskommen: Sie beweisen Treue und Tugend, verrichten im Bettelgewand niedere Arbeit oder geben ihr letztes Hab und Gut, um einen geliebten Menschen …

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Bayerische Geschichte(n), 10/2018: Heimat – Heimweh

Liebe Leserin, lieber Leser, Karten fungieren nicht nur als Wegweiser oder Orientierungshilfe für Suchende, sondern können auch der Politik als Mittel zur Inszenierung staatlicher Größe dienen. Ein besonderes Exemplar einer solchen politischen Karte ist unter der Bezeichnung „Europa Regina“ bekannt. Johannes Putsch, seinerzeit „PR-Berater“ am Hofe des böhmischen Königs Ferdinand I., bemühte sich das Ansehen …

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Bayerische Geschichte(n), 9/2018: Die Gräfin und der Krieg

Liebe Leserin, lieber Leser, im November 1914 kehrt die Schriftstellerin Franziska zu Reventlow, nach wie vor die Ikone der Schwabinger Boheme, nach München zurück und ist fassungslos: Die einst so freie, kosmopolitische Stadt ist nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ganz vom preußischen Militarismus durchdrungen. Uniformen bestimmen das Straßenbild, ein seltsamer Hurra-Patriotismus vernebelt den Menschen …

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Bayerische Geschichte(n), 8/2018: Himmel Landshut – Tausend Landshut

Liebe Leserin, lieber Leser, rot und weiß prangt die beeindruckende Fassade des Pappenberger-Hauses in der Landshuter Innenstadt. 1405 als städtisches Amtshaus erbaut, wechselte es mehrmals den Besitzer: Die Grafen von Portia erfreuten sich ebenso wie der frühere Bischof von Regensburg Johann Michael Sailer an den maßwerksgeschmückten Spitzbogenöffnungen und den abgestuften Türmchen am Giebel; die jetzige …

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Bayerische Geschichte(n), 7/2018: Vom Zauber des Verfalls

Liebe Leserin, lieber Leser, wer mit offenen Augen übers Land fährt, kann sie in vielen bayerischen Ortschaften finden: verlassene historische Bauten. Ob ehemalige Bauernhöfe, Wirtschaftsgebäude, Bürger- oder Handwerkshäuser – ihr endgültiges Verschwinden ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Architektin und Zeichnerin Stefania Peter hat 35 dieser Bauwerke für ihr Projekt „Das öde Haus“ …

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Bayerische Geschichte(n), 6/2018: Die Frau zwischen Tradition und Moderne

Liebe Leserin, lieber Leser, ob es Münchens „freie Luft“ war, die Eva Gräfin von Baudissin einst in die bayerische Metropole lockte? Künstler, Literaten und Querdenker lebten und arbeiteten seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bevorzugt in München und genossen die ungezwungene Atmosphäre der Stadt, deren Gesellschaft auch alternativen Lebensentwürfen kaum mit Vorurteilen begegnete. Baudissin entstammte …

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Bayerische Geschichte(n), 5/2018: Münchens vergessener Architekt

Liebe Leserin, lieber Leser, die Architektur der Münchner Prinzregentenzeit war geprägt von der „deutschen Neurenaissance“, einer Form des späten Historismus, die man heute noch an Bauten wie der Kunstakademie in München bewundern kann. Einer der Vertreter dieser Strömung und zu seiner Zeit einer der begehrtesten Architekten des Landes war Max Ostenrieder, der heute zwar in …

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Bayerische Geschichte(n), 4/2018: Teach-Ins, Happenings und blutige Ostern

Liebe Leserin, lieber Leser, vor 50 Jahren war München in Bewegung, ja sogar in Aufruhr! 1968 marschierten Studenten auf den Straßen der Landeshauptstadt, um ihren Forderungen nach Veränderungen in Politik und Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Mit provokanten Sprüchen wie „Haut den Huber in den Zuber!“ – gerichtet gegen den bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Huber – …

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Bayerische Geschichte(n), 3/2018: Fesselnder Krimi + bühnenerprobter Autor + geniale Musiker = multimediales Erlebnis

Liebe Leserin, lieber Leser, in München stößt ein Unbekannter des Nachts Menschen vor einfahrende U-Bahnen – ist ein Verrückter am Werk oder steckt System hinter den Taten? Und wer ist für die 50 Messerstiche verantwortlich, die dem Treiben eines Immobilienhais ein jähes Ende setzen? Autor Harry Kämmerer lässt den zweiten Fall seiner Münchner Kripo-Kommissarin Andrea …

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Bayerische Geschichte(n), 02/2018: Vom Bauerndorf zur modernen Gemeinde

Liebe Leserin, lieber Leser, bis weit ins 19. Jahrhundert hinein befanden sich viele landwirtschaftlich genutzte Höfe in Aschheim und Dornach im Besitz von Grundherren. Hier konnte es sich um reiche Münchner Bürger handeln, in der Regel waren es aber Adelige, Kirchen oder Klöster, die die Höfe den Bauern zur Bewirtschaftung überließen und hierfür Leistungen und …

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Bayerische Geschichte(n), 01/2018: Gesichter einer Stadt

Liebe Leserin, lieber Leser, „Tracht und Heimat“ – der Name steht für das Traditionsgeschäft von Ursula Fröhmer am Oberanger. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert verkauft sie hier, im sogenannten „Orag-Haus“, Trachten an ihre zahlreichen Stammkunden. Aber wie viele von ihnen wissen, wie untrennbar das Leben der Ladenbesitzerin mit dem vierstöckigen Haus verbunden ist? Das Gebäude …

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Bayerische Geschichte(n), 29/2017: Nie war Schenken genussvoller!

Liebe Leserin, lieber Leser, gerade noch rechtzeitig zu Weihnachten ist unser lange vergriffener Bestseller „Genuss mit Geschichte. Einkehr in bayerischen Denkmälern. Gasthöfe, Wirtshäuser und Weinstuben“ in 6. Auflage erschienen. Das Besondere: Erstmals mussten vier denkmalgeschützte Gasthäuser ersetzt werden, da sie entweder vorübergehend geschlossen sind oder einer anderen Nutzung zugeführt wurden. Dass wir für diese vier …

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Bayerische Geschichte(n), 28/2017: Stille Orte in München

Liebe Leserin, lieber Leser, nur wenige Schritte von Münchens bekannter Einkaufsmeile, der geschäftigen Neuhauser Straße entfernt, verbirgt sich ein ganz besonderer Ort der Stille und Einkehr, den wohl nur die wenigsten Münchner schon einmal betreten haben: die Kreuzkapelle der Jesuitenkirche St. Michael. Ihr Eingang befindet sich in der Ettstraße, östlich des Chores der zwischen 1583 …

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Bayerische Geschichte(n), 27/2017: Vom „Matratzenmacher“ zum „Hof-Möbelfabrikanten“

Liebe Leserin, lieber Leser, das imposante Gebäude am Promenadeplatz 9, gleich gegenüber vom Hotel Bayerischer Hof, kann auf eine über hundert Jahre alte Geschichte zurückblicken. Entstanden ist es im Jahr 1909 als „Geschäftshaus mit Ausstellungsräumen“ der Hof-Möbelfabrik M. Ballin oHG. Der Gründer dieser renommierten Firma, die für die Inneneinrichtung einer Vielzahl von Hotels, Warenhäusern, Banken …

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Bayerische Geschichte(n), 26/2017: Heinrich Graf von Spreti – ein Monarchist im Dienste der Demokratie

Liebe Leserin, lieber Leser, am 1. Oktober 1923 wurde mit Heinrich Karl Ferdinand Maria Graf von Spreti einer der letzten Vertreter des bayerischen Beamtenadels zum Regierungspräsidenten von Schwaben und Neuburg berufen. Der hochdekorierte Beamte hatte schon früh enge Beziehungen zum bayerischen Königshaus geknüpft: Von 1905 bis 1909 war Spreti Bezirksamtmann in Berchtesgaden und verbrachte hier …

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Bayerische Geschichte(n), 25/2017: „Das schmeckt ja wie zu Hause“

Liebe Leserin, lieber Leser, der Name der Region Pommern stammt eigentlich von dem slawischen Wort „Pomorje“ ab, was so viel wie „am Meer“ bedeutet. Eine ebenso schöne wie passende Bezeichnung für ein Gebiet, in dem Fischgerichte einen wichtigen Teil der Küche ausmachen. Vor allem der schmackhafte Hering wird bei den Pommern gern verarbeitet. Zu Recht …

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Bayerische Geschichte(n), 24/2017: „Märchen sind keine Kindergeschichten“

Liebe Leserin, lieber Leser, Erika Eichenseer, Vizepräsidentin der Schönwerth-Gesellschaft, hat vollkommen recht, wenn sie feststellt: „Märchen sind keine Kindergeschichten.“ Früher waren sie den Erwachsenen vorbehalten, die sich die langen Winterabende mit dem Erzählen der Märchen versüßten – und umso größer war der Unterhaltungswert, je besser es sich zu den teils uralten Geschichten gruseln ließ. Das …

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Bayerische Geschichte(n), 23/2017: Es wimmelt in Augsburg!

Liebe Leserin, lieber Leser, sind Sie auch schon im Wimmelfieber? Falls nicht, wird es höchste Zeit, denn unsere aktuelle Neuerscheinung sorgt für ordentlich Wirbel in den bayerischen Kinderzimmern. Das erste umfassende Wimmelbuch zu Augsburg zeigt die malerischsten Ecken der Universitätsstadt und lässt dabei kein Wahrzeichen, kein bekanntes Bauwerk und keinen modernen Hotspot aus. Von der …

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Bayerische Geschichte(n), 22/2017: Zu rechter Zeit Jod zu keiner Zeit Not

Liebe Leserin, lieber Leser, bereits  im 19. Jahrhundert erweckten Ölvorkommen in der Gegend von Bad Wiessee das Interesse von zahlreichen Ölgesellschaften und privaten Unternehmern, die sich mittels Bohrungen auf die Suche nach dem „schwarzen Gold“ begaben. Einer von ihnen war der holländische Bergbauingenieur Adrian Stoop, dem es mit seiner „1. Bayerischen Petroleumgesellschaft“ gelang, einige hunderttausend …

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Bayerische Geschichte(n), 21/2017: Eine kleine Geschichte über eine große Liebe

Liebe Leserin, lieber Leser, auf eine wunderbar charmante Weise verzauberte uns bereits das Buch „Dem Kreuzbauern seine Gans“ mit der herzzerreißenden Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft. Und nun beim Lesen von „Nicht dem Draxler sein Tag“ leiden wir mit dem Draxler Hans, der eines Morgens aufwacht und feststellt, dass seine Frau verschwunden ist. Darüber …

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Bayerische Geschichte(n), 20/2017: Die schönsten historischen Gasthäuser

Liebe Leserin, lieber Leser, eines dieser Denkmäler ist das Gasthaus zur Mühle in Straßlach. Namensgeber des am Isarkanal gelegenen Wirtshauses sind drei ehemalige Mühlen, die im Jahr 1007 erstmals urkundlich erwähnt werden. Der Bau gründet auf den Fundamenten eines älteren Wohn- und Wirtschaftsgebäudes und wurde 1815 errichtet. Eines der vielen Highlights der historischen Wirtsstube ist …

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Turmschreiber 2018

Bayerische Geschichte(n), 19/2017: Das literarische Leben Bayerns in einem Buch

Die „Geschichten, Gedanken, Gedichte“ der Münchner Turmschreiber sind längst zu einem bayerischen Klassiker geworden. Kein Wunder, denn im alljährlich erscheinenden Hausbuch der Schriftstellervereinigung steckt das ganze literarische Leben Bayerns: Neue Texte von 40 aktiven Turmschreiberinnen und Turmschreibern, vom kurzen Gedicht über die Szene eines Bühnensketchs bis hin zum Romanauszug, laden zum Schmökern ein. Liebe Leserin, …

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Bayerische Geschichte(n), 18/2017: Münchner Cafés und ihre Geschichten

Liebe Leserin, lieber Leser, als Alexander Grobitsch im Jahr 1964 im Münchner Westend seinen kleinen Milchladen eröffnete, konnte er nicht ahnen, dass sein Name noch heute untrennbar mit dem Haus in der Sandtnerstraße 5 verbunden sein würde. „Lohner & Grobitsch“ heißt das gemütliche Eckcafé, das hier seine Heimat gefunden hat. 2010 ging der denkmalgeschützte Laden …

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Bayerische Geschichte(n), 17/2017: Oskar Maria Graf bittet zu Tisch

Liebe Leserin, lieber Leser, als literarische Motive eröffnen Essen und Trinken ein schier unermessliches Feld. Für Oskar Maria Graf muss es eine gewaltige Freude gewesen sein, dieses Feld bis in die kleinsten Winkel auszuloten. Und dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund: In Grafs Texten wird nicht vornehm diniert, sondern mit unbändiger Lust gefressen …

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Bayerische Geschichte, 16/2017: Restaurierung – gewusst wie

Liebe Leserin, lieber Leser, eine der besprochenen Methoden und Techniken stellt die minimalinvasive Restaurierung dar, die am Beispiel von Salzverminderungsmaßnahmen am Mirakelzyklus der Wallfahrtskirche „Hl. Dreifaltigkeit“ in Weihenlinden diskutiert wird. Der Zyklus mit 42 Mirakelbildern aus dem Jahr 1757 wurde bereits mehrmals restauriert, zuletzt 1976. Im Laufe der Zeit wurden die Mal- und Fassungsschichten durch …

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Bayerische Geschichte(n), 15/2017: Die Scharfrichter der Maxvorstadt

Liebe Leserin, lieber Leser, Münchens Geschichte ist voll von kulturellen Höhepunkten. Doch kaum eine Zeit steht so sehr für neu aufblühende, opulente, kraftvolle Kunst wie die Jahre zwischen der ausgehenden bayerischen Monarchie und der Weimarer Republik. Um 1900 brach eine schier unglaubliche Flut an Kunstschaffenden über die Residenzstadt der Wittelsbacher herein. Die Herrscherfamilie befeuerte diesen …

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