Newsletter 3/09: „Ich näherte mich den Gebirgen“

09.04.2009 - Newsletter

Liebe Leserin, lieber Leser,

dass aus einer gemütlichen Wanderung auf die Rigi eine nervenaufreibende 3-Tages-Expedition werden würde, hatte sich Mark Twain wohl nicht träumen lassen: Der Schriftsteller kam durch eine falsche Auskunft vom Weg ab, verirrte sich rettungslos im Nebel und rechnete fest damit, „früher oder später in einen Abgrund zu fallen“.

Rigi-Bahn
Wäre Mark Twain den Schienen der 1871 in Betrieb genommenen Rigi-Bahn gefolgt, hätte er das Gipfel-Hotel auf direktem Weg erreicht… (Foto: Rigi-Bahn)

Großglockner

Der Großglockner – mit 3798m der höchste Berg Österreichs. Fürstbischof Franz Xaver von Salm war die treibende Kraft zur Erstbesteigung des Bergs. (Foto: Stankiewitz)

Wider Erwarten erreichte der Amerikaner schließlich doch das Gipfel-Hotel, wo er sich beim Erwachen mit dem Anblick des legendären Sonnenaufgangs über der Rigi-Spitze belohnen wollte. „Bergkuppen und Gipfel, in ewigen Schnee gehüllt und mit einem schillernden Glorienschein … überflutet“ schwärmte der Huckleberry-Finn-Autor poetisch – bis er ernüchtert feststellen musste, dass es sich bei dem beeindruckenden Spektakel gar nicht um den Sonnenaufgang, sondern um deren Untergang handelte: Völlig erschöpft von den Strapazen des Anstiegs hatte der Schriftsteller unbemerkt einen ganzen Tag verschlafen.

Mark Twain war nicht der einzige Prominente, der sich für die Alpen begeisterte: Napoleon Bonaparte, Kaiserin Sisi und Hermann Hesse sind nur einige wenige der zahlreichen Berühmtheiten, die sich in den vergangenen Jahrhunderten der Faszination der Alpen nicht entziehen konnten.

Die oft abenteuerlichen Erlebnisse 50 bedeutender Dichter und Fürsten hat Karl Stankiewitz unter vollem Körpereinsatz für sein neues Buch recherchiert: Auf den Fersen der historischen Prominenz hat der Autor Schluchten durchquert, Felsen erklommen und Gipfel gestürmt; er ist Thomas Mann in die Höhen Arosas gefolgt, auf den Spuren Ludwig II. durch die Berchtesgadener Alpen geklettert und in der Tradition Ernest Hemingways die Skipisten des Montafons hinuntergesaust.

Hermann Hesse
Hermann Hesse auf seinem Anwesen in Montagnola in der Schweiz. Bei der täglichen Gartenarbeit vor der imposanten Gebirgskulisse fand der Schriftsteller innere Ruhe. (Foto: Fondazione Hermann Hesse Montagnola)

karl Stankiewitz

Karl Stankiewitz unterwegs: Für die Recherche zu seinem neuen Buch war dem Autor kein Weg zu weit und kein Gipfel zu hoch. (Foto: Stankiewitz)

Entstanden ist dabei eine originelle Kombination aus Geschichtenbuch und Wanderführer: 44 kurzweilige Erzählungen werden ergänzt durch umfangreiches Bildmaterial und Detailkarten aller Originalrouten, die Wanderbegeisterten die Möglichkeit eröffnen, sich selbst auf prominente Spurensuche zu begeben …

 

original

Ich näherte mich den Gebirgen

Autor: Karl Stankiewitz
ISBN: 978-3-937200-58-3
Ausstattung: Broschur, über 200 Abb. und Karten, 216 Seiten

19.90 €

Ihr Volk Verlag Leserservice

Elisabeth Bock

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