Weissblaues Schwarzbuch – Karl Stankiewitz

Inhaltsverzeichnis: Karl Stankiewitz
Weißblaues Schwarzbuch
Skandale, Schandtaten und Affären, die Bayern erregten

Volk Verlag München

Inhalt
Vorwort
Skandal – oder was sonst? 11
Ausg´schamt und ausg´schmiert
Das Skandalöse ist immer und überall 13
1683 Land in den Ruin geführt
Die wenig ruhmreichen Taten des „blauen Kurfürsten“ Max Emanuel 17
1705 Das Sendlinger Bauernopfer
München ließ die Aufständischen aus dem Oberland im Stich 19
1749 Unzucht mit dem Teufel
In Bayern brannten die meisten und die letzten Hexenfeuer 22
1775 Kein Platz für das Genie
Wie sich Mozart mehrmals um eine Anstellung in München bemühte 25
1777 Als Schlachtenvieh verkauft
Fränkische Truppen mussten in Amerika für England kämpfen 28
1790 Kurfürst befahl Kniefall
Wie Stadtväter dem Landesvater trotzten und gedemütigt wurden 30
1801 Abriss des Abendlandes
Säkularisation zerstörte das Kulturgut vieler Kirchen und Klöster 33
1806 Tirol wurde „Südbayern“
Wie Bürokraten das Brudervolk zum Aufstand herausforderten 35
1811 Dolchstoß und „Bübereien“
Hatz auf protestantische Professoren aus dem Norden 38
1820 Die jungen Wilden
Zwei Forschungsreisende „importierten“ Indianerkinder 41
1827 Professoren und Poeten
Intrigen verhinderten Heinrich Heines Berufung nach München 43
1828 Staatsaffäre Kaspar Hauser
Warum der Fall des Findlings in Bayern nie aufgeklärt wurde 45
1844 Pfl astersteine zum Fürstenfest
Wie Obrigkeiten die Münchner Bierkrawalle provoziert haben 48
1846 „Skandal nur scheinbar“
Ludwigs Liebelei mit Lola wurde zur verhängnisvollen Staatsaffäre 51
1864 Ludwig zahlte die Schulden
Wie des Königs Günstling Richard Wagner den Volkszorn erregte 53
1870 „Eine großartige Schmiererei“
Wie der Märchenkönig seine Schlösser von Preußen fi nanzieren ließ 57
1872 Tanz ums Goldene Kalb
Die wundersame Geldvermehrung der Adele Spitzeder 60
1893 Spuk im Oberland
Wie die „Volksjustiz“ des Haberfeldtreibens zerschmettert wurde 63
1898 Der Kaiser als Kreuzritter
Wie sich der „Simplicissimus“ allerhöchster Verfolgung aussetzte 66
1906 Die unsichere Münze
Soldat schleppte 130.030 Goldmark durch den Pfi sterbach ab 69
1919 Proleten und Poeten
Naiv, despotisch, chaotisch – die schreckensreiche Räterepublik 71
1920 Gern gesehener Terror
Sechs Fememorde blieben in der „Ordnungszelle“ Bayern ungesühnt 75
1924 Angeklagte als Ankläger
25 Rechtsfehler im Urteil über Hitler und seine Putschisten 78
1929 Bananen verboten
Josephine Baker darf „öffentlichen Anstand“ nicht gefährden 80
1930 Ein Buch wird besudelt
Lion Feuchtwangers „Erfolg“ – Spiegelbild Bayerns und Zielscheibe 83
1933 „Kein Recht auf Kritik“
Zwanzig Münchner Kulturträger jagten Thomas Mann ins Exil 85
1934 „Bartholomäusnacht“
Wie der Führer und Reichskanzler die Konkurrenz liquidierte 87
1937 „Säuberung des Tempels“
Ausgesondert, ausgestellt, ins Ausland verschoben: „Entartete Kunst“ 91
1942 Braune Sumpfblüten
Hitler und sein Münchner Gauleiter förderten „Alte Kämpfer“ 93
1945 Am Ende alles futsch
Hohe Nazis, gehortete Waren und wertvolle Kunst verschwunden 96
1946 Verkannt und vergessen
Karl Valentin und Claire Waldoff – nur noch zur billigen Gaudi gut 99
1947 Altlasten im Amt
Operette von Polizisten, die nicht ans Arbeiten denken 101
1948 Teufelei im Trikot
Warum der Kultusminister das Ballett „Abraxas“ verbieten ließ 102
1948 Immer auf der Flucht
Der sonderbare Parteiführer und Sonderminister Alfred Loritz 104
1949 Die Affäre Adolf Bleibtreu
Wie aus einem anonymen Leserbrief ein Presseskandal wurde 107
1949 Neue Filme, alte Stars
Die NS-Vergangenheit hat einstige UFA-Größen eingeholt 108
1950 Am Golde hängt doch alles
Die unendliche Gaunerkomödie des Schauspielers Josef Schäffl er 110
1951 Nazidamen und Geldhaie
Staatsanwalt eigens für Korruption und Schwarzhandel 112
1952 Ein deutscher Dreyfus
Wie Philipp Auerbach als „König der Juden“ fertig gemacht wurde 115
1953 Kriegsopfer im Karussell
Bauer überführt Amtsarzt, der Versehrten in den Tod trieb 118
1954 Erlaubter Kannibalismus
Bayerische Hundeschlächter erregen das Volk und seine Vertreter 120
1954 Was dem Staat recht ist
Waffenschiebung im Ministerium – ein kleiner Mann muss büßen 122
1955 „Dann stürzt die Regierung“
Wie sich Spielbank-Bewerber bei Politikern bemerkbar machten 124
1955 Obolus zum Oktoberfest
Münchner SPD-Leute in eine Serie von Skandalen verwickelt 126
1956 „Königliche Sippschaft“
Wie eine Reichsgräfi n im Hause Wittelsbach mit Geld umging 129
1957 Ekelfl eisch vom Schlachthof
Lebensmittelskandale häufen sich – wer trägt die Verantwortung? 132
1958 Geschäft mit Geheimakten
Die seltsamen Methoden Münchner Polizeipräsidenten 134
1959 Das Spiel ist aus
Minister und Abgeordnete wurden noch im Gericht verhaftet 136
1959 Die Faust im Nacken
Terror in den Markthallen, Dunkelmänner in den Bierhallen 140
1960 Bürgermeister im Exil
Wahl des pazifi stischen Pädagogen Pikola wurde zum Konkordatsfall 143
1960 Die Prominentenjagd
Wie der RA Fritz Berthold das letzte Opfer eines Staatsanwalts wurde 145
1961 Doktor der Hoffnung
Josef Issels – Scharlatan, Forscher, Opfer einer „Krebsmafi a“? 147
1962 Polizei stürmt Bühnenbild
Ein Lehrstück für Kulturpolitiker im Augsburger Stadttheater 151
1962 Noch einmal Polizeiprügel
Den Schwabinger Krawallen folgten böse Urteile und neues Überlegen 153
1963 Kein Pfennig für den Grabstein
Schwergeschädigte der Flugzeugkatastrophe in der Mühle der Bürokratie 157
1963 Letzter Gruß an Bolus Krim
Wie eine Schwabinger Faschingsgaudi zum „Kunstskandal“ erklärt wurde 158
1964 Gewitter am Obersalzberg
Freistaat verhökerte die schönsten Objekte des Berchtesgadener Landes 160
1965 Wie die CSU zu Geld kam
Strauß klagt gegen Augstein auf Widerruf des Korruptionsvorwurfs 163
1966 Das Kreuz mit der Passion
In Oberammergau beginnt der Zwist um die Leidensgeschichte 168
1967 Alarm auf der Alm
Dem schönsten Bergland droht Verödung und Wassernot 171
1967 Hitler erregt Anstoß
Schützenhilfe von Politikern für das Kampfblatt der Rechtsradikalen 173
1968 Doch wieder Gigantismus
Im Olympia-Areal und unterm Stachus explodieren die Kosten 176
1969 Immer noch Prügel
Ende der körperlichen Strafe in den Schulen nur „angestrebt“ 178
1970 Baron Fincks Staat im Staate
Immer neue Affären um den reichsten Mann Deutschlands 180
1970 Freiheit vom Freiherrn
Wie das Glasbläserdorf Frauenau um Trinkwasser kämpfen musste 183
1971 Bart ab, Teufel los
Die Justiz-Posse des schwäbischen Eulenspiegels und Revoluzzers 185
1972 Schatten im heiteren Spiel
Allerlei Probleme belasteten den Olympischen Sommer in München 188
1973 Reibach der Regenten
15 Kabinettsmitglieder verdienen gut an 30 Aufsichtsratsposten 191
1974 Zuckerbrot für Linke
Stadt München vergab „Forschungsaufträge“ von fragwürdigem Wert 193
1975 Colt locker am Rockerwams
Die „Schwarzen Sheriffs“ – Schutz oder weitere Verunsicherung? 195
1976 Die „weiße Mafi a“
Geldzahlung an Gelähmte verhindert Prozess gegen Professor 197
1977 „Irregeleitete Romantiker“
Wird die rechtsextreme Gefährdung der Jugend verharmlost? 200
1978 Jurist wird Terrorist
Die tragische Verkettung des Rolf Pohle in der Protestbewegung 202
1979 Im Stil der Kurfürsten
Strauß lässt sich im Hofgarten eine kolossale Staatskanzlei bauen 205
1980 Rote Nelken für Tucholsky
Wie der SPD-Abgeordnete Cremer zum „DDR-Spion“ gemacht wurde 207
1981 Krawall – kein Dialog
Zur Jugend entwickelt Landesvater Strauß ein bloßes „Unverhältnis“ 211
1981 Angst „bis zum Kotzen“
Bayerns Bereitschaftspolizei erprobt CS-Gas und andere Waffen 214
1982 Sturm am Kanal
Medien und Kultur werden Spielbälle der schwarzen Mehrheit 216
1983 Gestörte Bürgerruhe
Schüler entdecken Spuren eines todbringenden Rüstungsprojekts 219
1984 Bayerns James Bond
Staatsschützer Langemann kolportiert haarsträubende Geheimnisse 221
1985 „Sittenwidriges“ in Chefetagen
Spekulation um Öl brachte Bayerns Landesbank Millionenverlust 224
1985 Abends kam „s’ Gschwerl“
Wie die „Reale Bierwirtschaft Donisl“ zur Räuberhöhle verkam 226
1986 Die Kernkraftprobe
Wie Wackersdorf zum Symbol des Scheiterns eines Großprojekts wurde 231
1986 Im Ölsand versickert
Strauß-Familie und Landesbank verspekulierten sich in Kanada 234
1987 Dörfer bluten aus
Tag für Tag werden in Bayern sechs Bauernhöfe aufgegeben 236
1988 Ein Paragraph am Pranger
Der Prozess von Memmingen – ein politisches „Pilotprojekt“ 238
1988 „Diridari“ auf Politbühnen
Alte Affäre um „Baulandgeschenk“ in ein neues Licht gerückt 240
1989 Wegen Werkzeug weggesperrt
Bayern will „erkennbare Störer“ vorbeugend in Gewahrsam nehmen 243
1990 Die späten Sklaven
Ehemalige Zwangsarbeiterinnen verklagen Siemens und unterliegen 245
1991 Verrat oder Verdienst?
Wie Bayerns höchstes Gericht den ersten Stasi-Prozess führte 248
1992 Feudales im Freistaat
Behörden gewähren „Naturschutz“ für Großherzog, Fürstin und Baron 251
1993 „Saludos Amigos!“
Rüstungsindustrie lud Streibl und Stoiber zu Ferienreisen ein 253
1994 Ohne Schmiergeld läuft nichts
„Elektromafi a“ zieht Manager und Politiker in Sumpf der Korruption 255
1995 Für eine Atombombe?
Inszenierter Plutonium-Schmuggel Madrid-Moskau-München 259
1996 Kampf um Frauenrechte
Gleichstellung und legale Abtreibung lassen die CSU lange zögern 262
1997 Das Kreuz mit dem Kreuz
Grüne halten Richter für abhängig und verweigern Ratzinger-Ehrung 264
1998 Kehrseite des Rechtsstaats
Wie ein junger türkischer Taugenichts zum Politikum wurde 266
1999 Kommunaler Kommerz
Immer mehr Gemeinden lassen sich von Landschaftsfressern ködern 268
1999 Telefonsex mit Steuergeld
Wie sich der Abgeordnete Hans Wallner als „Jonny“ entspannte 270
2000 Den Zukunftszug verpasst
Wie der Transrapid zum Höhepunkt von Hightech-Bayern werden sollte 272

original

Weißblaues Schwarzbuch

Autor:
Karl Stankiewitz
ISBN:
978-3-937200-48-4
Ausstattung:
284 Seiten, mit zahlreichen Abb.

16.90 €



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